Welche Fotos gehören auf eure Hochzeitswebsite

Die Fotos sind es, die aus einer Hochzeitswebsite eure Hochzeitswebsite machen. Dasselbe Design wirkt mit guten Fotos berührend – mit schlechten oder ganz ohne Fotos wie eine unbenutzte Vorlage. Die gute Nachricht: Ihr braucht nicht viele – ein halbes Dutzend gut gewählte reicht – und kein Profi-Team. Ihr braucht ein gutes Auge, und genau dabei hilft euch dieser Artikel.
Verlobungsshooting: ja oder nein?
Das Verlobungsshooting – ein bis zwei Stunden mit Fotograf, Wochen vor der Hochzeit – ist die ideale Quelle für Material: aktuelle Fotos, gutes Licht und zwei Menschen, die sich vor der Kamera wohlfühlen (eine Fähigkeit, die man üben kann – deshalb bieten viele Fotografen es als Probelauf mit euch an).
Lohnt es sich, extra dafür zu zahlen, wenn es nicht im Paket enthalten ist? Kommt auf euer Archiv an. Habt ihr bereits Fotos von euch, die euch gefallen, ist es nicht zwingend nötig. Stellt ihr bei der Suche fest, dass eure einzigen Paarfotos abgeschnittene Selfies oder sechs Jahre alte Schnappschüsse sind, ist das Verlobungsshooting die effizienteste Lösung: Aus einer Session bekommt ihr das Titelbild, die Fotos für die Abschnitte und sogar das für die „Save-the-Date“-Nachricht.
Handyfotos, die wirklich funktionieren
Ein modernes Handy macht technisch mehr als genug für eine Website her. Die Probleme liegen nie an der Kamera, sondern an der Auswahl. Das funktioniert:
- Natürliches, reichliches Licht. Der Spaziergang bei Sonnenuntergang, die Terrasse im Sommer. Weg mit Innenaufnahmen im gelblichen Glühbirnenlicht.
- Echte Spontanität. Ein eingefangenes Lachen auf einer Reise ist mehr wert als zehn steife Posen.
- Querformat mit Luft drumherum. Titelbilder und Header brauchen Querformat und Freiraum; enges Hochformat passt schlechter.
- Originalauflösung. Holt das Foto aus der Handygalerie, nicht die neu komprimierte Version, die euch per WhatsApp weitergeschickt wurde – der Unterschied auf großem Bildschirm ist enorm.
Und eine Warnung zu Filtern: Die gesamte Website sollte einen einheitlichen Bildton haben. Ein stark gesättigtes Foto, ein Schwarz-Weiß-Bild und eines mit Vintage-Filter zu mischen wirkt wie eine Collage. Wählt einen Stil und wendet ihn auf alle Fotos an.
Mit euren ausgewählten Fotos ist der Rest einfach: hochladen, platzieren und das Ergebnis sofort sehen.
Meine Einladung kostenlos erstellenBildrechte: zwei Minuten, die Ärger ersparen
Zwei Punkte solltet ihr klären:
- Die Fotos eures Fotografen. Der Vertrag für Verlobungs- oder Hochzeitsshooting legt fest, welche Nutzung erlaubt ist. Für eine private Hochzeitswebsite erlauben das praktisch alle (und finden es sogar toll, dort zu sehen zu sein) – lest den Vertrag trotzdem, manche verlangen eine Urheber-Nennung.
- Fotos mit anderen Personen. Sind Freunde oder Familie in der Galerie zu sehen, ist es höflich, sie vor der Veröffentlichung zu informieren – besonders wenn Kinder abgebildet sind. Und hier zählt auch der Datenschutz der Website selbst: Eine nicht bei Google indexierte oder mit Zugangscode geschützte Seite macht es deutlich unbedenklicher, private Fotos zu veröffentlichen. Mehr dazu in unserem Artikel wie ihr eure Hochzeitswebsite privat haltet.
Was ihr niemals verwenden solltet: Stockfotos „generischer Paare“. Man erkennt sie sofort, und sie vermitteln genau das Gegenteil dessen, was ihr wollt.
Einzeln platzieren, zwischen den Abschnitten
Der klassische Fehler ist, 30 Fotos in ein Raster am Seitenende zu klatschen. Niemand schaut sie sich an, und die Website wird dreimal so schwer. Der Trick, den Websites mit redaktionellem Look – dem Charme eines gut gemachten Magazins – nutzen, ist genau umgekehrt: wenige, große Fotos, einzeln zwischen den Abschnitten platziert.
Die Logik ist Rhythmus: Inhaltsblock, visuelle Pause, Inhaltsblock. Nach dem Zeitplan ein großes Foto von euch; zwischen Karte und Formular ein weiteres. Jedes Bild gewinnt an Wirkung, weil es mit keinem anderen konkurriert, und lange Abschnitte lesen sich dadurch ganz nebenbei ermüdungsfrei. Mit 4 bis 6 gut platzierten Fotos wirkt die ganze Seite maßgeschneidert – einer der stärksten Kniffe aus unseren Ideen für die Hochzeitswebsite.
Die endgültige Auswahl
Eine gute Verteilung für eine vollständige Website: 1 Titelbild (das beste, im Querformat, mit Raum für Text), 3–5 Fotos, verteilt zwischen den Abschnitten, und höchstens eine Mini-Galerie mit 6 Fotos, falls ihr eure Geschichte erzählen wollt. Bevor ihr veröffentlicht, öffnet die Website auf dem Handy: Ist ein Foto unscharf, abgeschnitten oder lädt zu langsam, raus damit. Lieber fünf makellose Fotos als zwanzig mittelmäßige – bei Hochzeitswebsites ist die Auswahl, wie bei Fotoalben, der eigentliche Stil.
Erstellen und Vorschau eurer Einladung mit RSVP ist kostenlos — ohne Karte, ohne Zeitlimit. Ihr zahlt einmalig 49 € erst bei der Veröffentlichung.
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